Pressemitteilungen und Berichte

Ortsparteitag am 17.03.2017                    

                                                                                               

                   „Reisen heißt, an ein Ziel kommen. Wandern heißt, unterwegs zu sein.“ Th. Heuss

 

Liebe Freundinnen und Freunde der Ennigerloher FDP.


Wir wandern – im Gegensatz zur Stadt Ennigerloh – mit leichtem Gepäck. Uns drücken keine Schulden, wir haben eine ausgeglichene Kasse, sogar einen kleinen Überschuss = davon aber inhaltlich mehr vom Schatzmeister.
allerdings drücken uns neben der Sonderabgabe an die FDP Bundeskasse auch keine Sonderprojekte.

Die Stadt Ennigerloh hat große Wünsche zu erfüllen. Hat sie das aber wirklich? Der Neubau des Feuerwehrhauses scheint unumgänglich, haben doch das verschiedene Gutachten letztendlich bescheinigt. „Ein Kombibad muss her“, so schallte es noch vor Jahresbeginn aus CDU/fwg Gemeinschaft. Doch mittlerweile sind auch diese Rufe durch die Kostenanalysen leiser geworden. Unser Antrag, dem Vorschlag der Verwaltung auf Einrichtung einer Betreibergesellschaft zu folgen, wird, so sehe ich das, mittelfristig wieder aufgegriffen werden müssen.

 

Ein Bericht aus dem Vorstand und aus der Fraktion beinhalten meist die bewältigten oder nicht bewältigten Aufgabenstellungen des letzten Jahres.

In diesem Jahr erlaube ich mir ein Thema aus der Vergangenheit in der Gegenwart aufzugreifen. Ein Thema, das uns hoffentlich noch bis weit in die Mitte des Jahrhunderts in Ennigerloh positiv begleiten wird.

Der Schwerpunkt des heutigen Berichtes soll das Thema Bildung darstellen. Ein Leitgedanke, der unserer FDP und besonders mir persönlich sehr am Herzen liegt. Ich glaube, auch Herr Schindler wird in einigen Punkten auf das Thema eingehen.

Im nächsten Monat wird die Mensa unserer Gesamtschule der Bevölkerung übergeben. Auf dieses Projekt kann meine FDP besonders stolz sein, habe ich doch im Rat schon 2004 den Vorstoß auf die Errichtung einer Gesamtschule gewagt. Nach Ablehnung jedoch nicht mutlos geworden, ist von mir 2007 ein weiterer Antrag auf die Prüfung eines Standortes Gesamtschule Ennigerloh an die Stadtverwaltung/Rat ergangen. Durch seltsame Bestimmungen der damaligen Landesregierung schien keine rechtliche Möglichkeit für diese Schulform in unserer Stadt, die im Sek. I Bereich mit immer weiter sinkenden Schülerzahlen umzugehen hatte, vorhanden zu sein.

Es sollte noch weitere fünf Jahre dauern, bis schließlich eine Vereinigung von FDP, SPD, fwg und Gal in einem gemeinsamen Antrag durch viele Berg- und Talfahrten einen gemeinsamen Antrag erfolgreich an die Bezirksregierung durchsetzen konnten.

Meine Etatrede 2017 war betitelt mit „Bildung hat oberste Priorität“. Und das soll auch weiterhin unsere Leitlinie der Ennigerloher FDP Lokalpolitik sein; unter anderem, denn viele andere Themenfelder tangieren eben diese, das der Bildung.

Ennigerloh hat viele Gesichter: Die Stadt des Zementes, der Möbel, der Logistik, der technischen Entwicklung.

Wir möchten, dass Ennigerloh nun auch in der Bildung (weiter) eine besondere Rolle erhält.

Die gute Arbeit der bisherigen Haupt- und Realschule wird fortgesetzt in unserer Gesamtschule und das auch und besonders im Hinblick auf die Möglichkeit, das Abitur in Ennigerloh zu erlangen.

Unsere Stadt ist von vielfältigen Charakteren bestimmt – in der Regel, schaut man genau hin, positiv!

Ja, schaut man sehr genau hin, sieht man eine Stadt der Chancen. Wir wollen für unsere Kinder die beste Bildung. Da kommt es darauf an, was ein Mensch kann, und nicht, woher er kommt oder welchen sozialen Status seine Eltern haben. Wir wollen nicht, dass Armut vererbt und Talente vergeudet werden. Wir wollen, dass jeder Mensch ein Leben lang sein volles Potenzial ausschöpfen kann. Das gilt auch für Menschen mit Behinderung. Deshalb arbeiten wir dafür, jedem Einzelnen die beste Bildung zu ermöglichen.

Ist das zu ehrgeizig? Wir glauben: nein. Sich heute mit mittelmäßiger Bildung zufrieden zu geben, das würde morgen auch ein mittelmäßiges Leben bedeuten. Warum sollten wir das nicht schaffen können? Politik muss zukunftsbejahend arbeiten und nicht nur aus der Vergangenheit schöpfen wollen. Erfahrung ja – Stillstand nein. Wir wollen Fortschritt und Chancenverwirklichung für unsere Kinder – das ist unser „Mondfahrtprojekt“.

Die Mehrheit aller Schulanfänger wird später in Berufen arbeiten, die es heute noch gar nicht gibt. Was folgt daraus für unser Bildungssystem? Unsere Antwort lautet: Beste Bildung braucht die modernsten Methoden. Die Digitalisierung bietet neue Möglichkeiten für individuelles, effizienteres und motivierendes Lernen – das ganze Leben lang. Das vernetzte Klassenzimmer ist weder Spielerei noch Zukunftsmusik. Integrierte Konzepte wie „Blended Learning“ (Kombination unterschiedlicher Methoden und Medien) verknüpfen didaktisch sinnvoll traditionellen Unterricht mit modernen Technologien: Hausaufgaben können online gestellt, Unterrichtsmaterialien digital verbreitet werden und die Schüler, sofern notwendig, per Webcam am Unterricht von zu Hause aus teilnehmen. Digitale Unterrichtsmaterialien auf dem Tablet können das Gewicht der Schultasche reduzieren und durch multimediale Ergänzungen Inhalte vertiefen und spannender gestalten. Digitale Übungsaufgaben können sich den individuellen Bedürfnissen der Schüler nach Neigung und individuellen Stärken anpassen. Für diese Technologien brauchen wir neue Ausstattungen, eine Fortentwicklung der Unterrichtsinhalte und entsprechend ausgebildete sowie motivierte Lehrer. Unsere Vision ist das Tablet für jeden Schüler und jeden Studenten in der vernetzten Schule.

Für uns Freie Demokraten ist Bildung eine unerlässliche Investition in die Zukunft jedes Menschen und keine Sozialleistung. Unsere Schüler und Auszubildende müssen deshalb ungeachtet ihres sozialen Hintergrunds eine Förderung erfahren können.

Deshalb darf bei den Haushalten der Stadt Ennigerloh nicht an der Bildung herumgespart werden. Erfreulicherweise geht die Tendenz der anderen Fraktionen in die gleiche Richtung, fast.

Und zu der Möglichkeit der besten Bildung gehört auch immer das bestmögliche Umfeld. Aus diesem Grunde haben wir uns auch stark gemacht für Schulzentren. Schulzentren, die gut und gefahrlos auch für die Grundschulkinder zu erreichen sind. Ich erinnere an unseren Antrag auf Einsetzen eines Schulbusses vom Standort Gesamtschule zur neuen Mosaikschule, den vor Jahren gestellten Antrag auf Schulwegübergang, den Antrag auf Sanierung der Schultoiletten.

Wir haben die Chance Ennigerloh durch unsere aller Engagement voran zu bringen.

Ennigerloh, der Bildungsstandort.

 

H.- Henner Eisenhuth

 

Letzte Sitzung des  Rates der Stadt Ennigerloh am 12.12.2016

 

Unter anderem mit der Verabschiedung des Haushaltes 2017,

der mittelfristigen Finanzplanung

und des Stellenplanes.

 

 

Im Bild: Übergabe des "Schuldensäckels" durch den Fraktionsvorsitzenden der FDP an den Bürgermeister.

Die Glocke | Ennigerloh | 13.12.2016 |

Den Zusammenhalt der Stadt wahren
Ennigerloh (jew). Hans-Henner Eisenhuth, Fraktionsvorsitzender der FDP, machte in seiner Haushaltsrede deutlich, dass Politik und Verwaltung in den nächsten Jahren viele Aufgaben angehen müssten. Eine Aufgabe, die alle anderen überrage, sei die Aufgabe, „den inneren Zusammenhalt unserer Stadt zu wahren“. Das Zahlenwerk sei von der Verwaltungsspitze „verständlich, interessant, detailliert – aber auch schuldenreich hoffnungsfroh“ vorgetragen worden. Die FDP erteile dem Haushaltsplanentwurf und dem Stellenplan ihre Zustimmung, sagte er.

Eisenhuth betonte, dass der Haushalt der Stadt Ennigerloh nach wie vor mit Unwägbarkeiten – er nannte die globale Flüchtlingsfrage und die Gestaltung der Kreis- und Landschaftsumlage – konfrontiert werde.
Eisenhuth äußerte sich auch zur Schullandschaft Ennigerlohs. Die Sekundarstufe der Gesamtschule sei pädagogisch und stadtentwicklungsmäßig sehr gut aufgestellt. Die Grundschulen gehörten weiterentwickelt, erklärte er. „Ein ehrliches Wort gehört allerdings auch dazu: Ob sich die Grundschulen in den Ortsteilen halten werden können, hängt nicht nur von uns Ennigerloher Politikern ab, da sind wir auch letztlich an die Vorgaben des Schulministeriums gebunden.“
Eisenhuth erklärte auch, dass viele soziale und kulturelle Einrichtungen mit einer hinnehmbaren Kürzung weiterhin rechnen müssten. Dies sei aus Sicht der FDP nötig, um Steuererhöhungen zu vermeiden.